About the Author: Ronja Auer

Wichtigste Informationen : 

Zeitraum: 9. Klasse nach den Osterferien 

Länge: 2 Monate 

Organisation: keine, privat, Kontakt geknüpft über das Deutsch Französische Jugendwerk 

Kosten: keine (bis auf das Zugticket hin und zurück) 

Fazit: Französisch verbessert, persönlich entwickelt 

 

Etwas ausführlicher: 

Mit vierzehn Jahren habe ich in der 9. Klasse ein Austausch nach Frankreich unternommen. Ich selbst habe aktiv über die das Deutsch Französische Jugendwerk (Kleinanzeigen | DFJW) nach Austauschpartnern gesucht. Über diese Seite kann man entweder auf sogenannten Kleinanzeigen, wo sich Schüler vorstellen, antworten oder man erstellt direkt selbst eine Anzeige. Darüber habe ich dann meine Austauschpartnerin Annabelle kennengelernt. 

Knapp zwei Monate später kam dann Annabelle zuerst zu mir, was mir die Aufregung vor meinem eigenen Austausch nach den Osterferien in Sceaux (kleine Stadt südlich von Paris) nahm.

Ich hatte großes Glück mit meiner Austauschpatnerin, der Familie und der Schule Marie Curie (Cité scolaire Marie-Curie de Sceaux – „Un palais pour l'éducation" : Suzanne Forfer, première directrice du lycée.) Ich wurde herzlich aufgenommen, was mir den Austausch deutlich erleichterte. Mir viel in der Zeit nicht alles leicht. So hatte ich mal Heimweh oder auch Angst vor neuen Situationen. So kam ich zum Beispiel schon zwei Tage nach meiner Ankunft (wegen eines plötzlichen Todesfalles in der Gastfamilie) für zwei Nächte allein bei Freunden von ihnen unter. Da klopfte natürlich mein Herz als ich von der mir noch unbekannten Freundin Annabelles abgeholt wurde. Durch all diese Momente bin ich jedoch in diesem kurzen Zeitraum viel reifer, selbstbewusster und offener geworden. Aber auch sprachlich habe ich einen großen Sprung gemacht, auch wenn ich zu Beginn echt große Probleme hatte. Ich verstand kaum etwas, aber es wurde immer besser (ausgenommen vom Kurs Histoire-Géographie, wo ich bis zuletzt dem Frontalvortrag des Lehrers praktisch nicht folgen konnte). Da es „nur" zwei Monate waren, konnte ich nach dem Austausch natürlich nicht perfekt Französisch sprechen, jedoch fällt es mir jetzt sehr leicht frei zu sprechen- sogar leichter als im Englischen. Durch meine Austauschpartnerin konnte ich auch sehr viele neue Leute kennenlernen. Auch wenn wir uns alle gut verstanden, war die Zeit jedoch zu kurz, um feste Freundschaften zu bilden. Durch meine warmherzige engagierte Gastfamilie konnte ich auch das Land entdecken: so fuhren wir in die Normandie, an die Grenze zu Belgien und unternahmen Ausflüge nach Paris und die nähere Umgebung.

Letztlich bin ich sehr froh, diesen Austausch gemacht zu haben. Auch wenn es teils schwer für mich war, habe ich unfassbar viel gelernt und bin über mich hinausgewachsen. Die Länge von zwei Monaten war sehr gut (drei wären auch noch gegangen), da man sich erst einen Monat einleben muss, ich jedoch noch jung war und mich nach meinen Freunden und meiner Familie sehnte. Mit dem Zeitpunkt war ich super zufrieden: ich habe schulisch nichts nachgearbeitet und kam trotzdem sehr gut im nächsten Schuljahr, der EF, zurecht. Ich würde jederzeit wieder einen Austausch machen und kann es nur empfehlen.